Digitalisierung und Digital Business Models

Der digitale Wandel bringt zahlreiche neue Geschäftsmodelle mit sich. Kunden nehmen aktiv am Markt teil, sind informiert, demokratisiert. Ein neues Machtverhältnis ist entstanden. Prof. Veit von der Universität Augsburg erklärte, was Unternehmen tun können, um hier wettbewerbsfähig zu bleiben.

Den Vortrag hielt Prof. Dr. Daniel Veit, Inhaber des Lehrstuhls für Information Systems und Management an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg.

Universität Augsburg: Einer der größten BWL-Standorte bundesweit

Zu Beginn der Veranstaltung erklärte Prof. Dr. Peter Welzel, M.P.A. Vizepräsident für Forschung und Internationalisierung der Universität Augsburg: „Wir haben an der Universität sieben Fakultäten und 80 Studiengänge sowie über 20.000 Studierende. Circa 10 Prozent davon kommen aus dem Ausland. Hoffentlich kommt auch eine medizinische Fakultät bald hinzu.“ Das Votum des Wissenschaftsrats wird für den 9. Juli 2016 erwartet. Zugleich gibt es immer wieder Überlegungen, eine Fakultät für Ingenieurwissenschaften anzugliedern „Auch wenn der Freistaat Bayern seine Unis stark unterstützt, stehen wir vor einem Problem: Der Ressourcen-Zuwachs ist weit geringer als der Zuwachs an Studenten“, so Prof. Welzel. Potentielle Entwicklungsflächen für die Universität gibt es vor allem Richtung Technologiezentrum Augsburg.

Digitaler Wandel greift bewährte Geschäftsmodelle an

Digitalisierung verändert unser privates und wirtschaftliches Leben so grundlegend. Auf Unternehmen, die in den vergangenen Jahrzehnten sehr erfolgreich waren, kommen jetzt neue Herausforderungen hinzu. Bewährte Geschäftsmodelle werden durch digitale ersetzt. Für viele Führungskräfte bedeutet dies: Sie müssen tagtäglich Entscheidung zur strategischen Ausrichtungen ihres Unternehmens treffen – obwohl die Faktenbasis, auf derer sie entscheiden, unsicher ist.

Nur wenige Unternehmen können auf Digitalisierung verzichten

„Es gibt etablierte Unternehmen, deren Erfolg nicht unter der Digitalisierung leidet“, erklärte Prof. Veit. „Es sind wenige, aber es gibt sie.“ Ein Beispiel dafür sei der axel springer Verlag. Trotzdem haben auch diese Unternehmen sich mit dem digitalen Wandel beschäftigt. „Jedes Unternehmen muss sich permanent neu erfinden. Ein Mangel an Innovation bedeutet Stillstand und das ist dann gefährlich“, so Prof. Veit.

„Nur wer seine Kunden kennt, ist wettbewerbsfähig“

So hat sich die Preissetzung im digitalen Zeitalter grundlegend verändert. Große Traditionsunternehmen werden durch den digitalen Wandel bedroht. „Es gibt ganze Geschäftsmodelle, die jetzt nicht mehr funktionieren“, erklärte Prof. Veit. Auch Daten seien kritisch für den Erfolg und den Misserfolg im digitalen Zeitalter. „Nur wer seine Kunden kennt, ist wettbewerbsfähig“, betonte Prof. Veit. Noch eine Herausforderungen des schnelllebigen Zeit: Wenn Probleme auftauchen, ist es oft schon zu spät, um entgegenzusteuern.

Das Fazit des Abends

1. Zahlreiche Entscheidungen basieren auf unsicherer Faktenbasis. Sich intensiv mit dem digitalen Wandel zu beschäftigen, ist keine Option, sondern Pflicht für Unternehmen.2. Geschäftsprozesse und -modelle ändern sich mit einer wachsenden Geschwindigkeit. Das kann auch eine Wachstumschance sein. Bestes Beispiel: Big Data. Zahlreiche Traditionsunternehmen verfügen über eine Masse an Daten, die sie (noch) nicht nutzen. Hier versteckt sich Potential.3. Die Grundmechanismen ändern sich nicht. Verändert hat sich aber die Form der Anwendung. Es gibt ständig neue Kunden-Phänomene, besser informierte Kunden, ein neues Machtverhältnis. Unternehmen müssen darauf reagieren und in neue Technologien und Netzwerke investieren.Bericht: Rebecca Weingarten, Online-Redaktion B4B Schwaben siehe: B4B schwaben

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