Amazon Advertising – die neue Macht im Online Werbemarkt

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Mit vielen Videos und anschaulichen Charts entführte Referent Christoph Henning in die Welt von amazon.

Es ist lange kein Geheimnis mehr: Amazon Advertising nimmt Fahrt auf, und das immer schneller. Das Versprechen dieser Werbesparte ist für jedes Unternehmen, das datengetrieben und vor allem zielgerichtet Werbung platzieren möchte, äußerst verlockend. Ihr Vorteil wird immer mehr zum geflügelten Wort: Auch, wenn Google weiß, wonach wir suchen und Facebook sagen kann, was uns gefällt, ist Amazon der Ort, an dem wir Dinge kaufen. In die Welt der Online-Werbung, des gläsernen Menschen und die effiziente Art der Werbung auf dieser Plattform, darum drehte sich diesmal alles bei der Jahresabschluss-Veranstaltung am 4. Dezember in den Räumlichkeiten von explido. Unser Marketing Club-Vorstand Matthias Riedle freute sich, dass so viele interessierte Mitglieder in den Sheridan Park gekommen sind. Der Abend war wieder einmal schnell ausgebucht.
Christoph Henning ist Senior Agency Partner bei amazon. Der gelernte Diplom-Kaufmann gilt als erfahrener Experte in den Bereichen Programmatic- und Video Advertising und publiziert regelmäßig in verschiedenen Fachzeitschriften und Websites. Vor seiner Position bei Amazon leitete er, als Head of Video Advertising, die Bewegtbildvermarktung des SPIEGEL Verlags und war als Senior Sales Manager für Vibrant Media in Deutschland für die Entwicklung der WPP/GroupM in Deutschland verantwortlich. Henning hatte zudem in der Vergangenheit mehrere freiwillige Ämter inne wie z.B. den Vorsitz der Fokusgruppe Bewegtbild im BVDW und verschiedene Dozentenstellen unter anderem an der DDA Deutsche Dialogmarketing Akademie, der Macromedia Hochschule und dem VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger.
Bei unserer Jahresabschluss-Veranstaltung sprach er unter anderem über Amazons Erfolgsrezept. Gestartet wurde Amazon zwar als kleiner Online-Buchhandel von dem damals 30 Jahre alten Computerwissenschaftler Jeff Bezos vor über 20 Jahren in Seattle von einer Garage aus. Heute gehört das Unternehmen mit über 600.000 Mitarbeitern und einem Wert von 865 Milliarden Dollar zu den weltweit größten Unternehmen. Amazon ist und strebt immer weiter danach das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt zu sein. Dies scheint sich auszuzahlen. „Die customer experience ist einer der wichtigsten USPs für den Amazon-Kunden. Gestartet wird immer bei der bestmöglichen User-Experience. Von dort arbeiten wir uns zurück durch alle Prozesse, um das bestmögliche Endresultat für den Kunden zu ermöglichen“, sagt Henning. Dafür gibt es eine Vielzahl an Beispielen. Die Auslieferung von Waren per Drohne und Lieferzeiten von nur einer Stunde sind nur zwei davon. Livesport wird in den nächsten Jahren mehr vorangetrieben. Die NFL-Rechte wurden in 2018 bereits gekauft, verrät er. Die amazon web services haben weiterhin ein riesiges Potential. Interessant war auch das Video über amazon go, was in den USA schon Realität ist. Man geht in den Supermarkt, scannt den QR-Code und kauft ein. Anschließend werden alle Produkte auf dem Konto aufgelistet. Kassen gibt es keine mehr. Der Kundennutzen stehe auch hier wieder im Vordergrund. In solche Geschäftsmodelle werde viel investiert.
Welche Rolle spielt also amazon advertising? Henning sprach über die drei Eckpfeiler: Omnipräsenz und die verbundene Reichweite durch eine Vielzahl von Touchpoints, Relevanz von Daten und Customer Insights und Statistiken sowie granulare Ausweisung von Kampagnen- und Vertriebs-Ergebnissen. Ganz bescheiden drückte er sich aus: „Die Welt von Amazon ist so riesig, dass unsere Werbesparte nur einen geringen Teil des Ganzen ausmacht.“ An einem Diagramm zeigte er allerdings auf, wie tiefgreifend verzahnt amazon advertising im Unternehmen schon ist und welche sechs Bereiche dann doch schon mit Amazon Advertising zusammenarbeiten und. Dazu gehören die amazon web services, die Logistik, Retail und Commerce, die Hardware, wie z.B. Fire- und Echo-Geräte und der Entertainment-Bereich mit unter Anderem prime music, prime video. Da fallen bekannte Begriffe wie prime now, amazon books, amazon studios, amazon appstore und vieles mehr. Es passt fast nicht mehr auf eine Folie, so enorm ist amazon in den letzten Jahren gewachsen.


Wie Sponsored Ads gebucht werden, das sind suchanfragenbasierte Werbeanzeigen innerhalb der amazon Suchergebnisse, waren unser Mitglieder sehr interessiert. Christoph Henning gab wertvolle Tipps dazu. „Man kann zwar sein Ranking verbessern, allerdings wird ein schlecht bewertetes Produkt (Sternebewertung, Kundenrezensionen) oder Produkte mit wenig aussagekräftigen Produktdetailseiten nie ganz oben in der organischen Suche stehen“, so Henning. Abgerechnet wird per Klick, also nur bei Interesse eines Kunden. Weil 70 Prozent der Kunden das kaufen, was auf der ersten Seite gelistet ist, sind Sponsored Ads sein Geld schon wert.
Das Thema Datenschutz stand selbstverständlich ebenfalls im Fokus diverser Diskussionen nach Hennings Vortrag. Eine schwere Kost für alle Datenschützer! Denn amazon kann anhand der umfangreichen Shopping-Daten ziemlich genau vorhersagen, wann eine Vater- oder Mutterschaft ins Haus steht.
Henning gab am Schluss noch einen Blick in die Zukunft. An einem Beispiel von „prime now. drive now“ in Kooperation mit Hyundai hat amazon das erste Mal Probefahrten an die Haustür geliefert. Man darf also gespannt sein, wann die ersten Deutschen über die Internetplattform ihr Auto kaufen. Matthias Riedle bedankte sich ganz herzlich bei Christoph Henning für den interessanten Abend und die wertvollen Tipps an die Mitglieder.

Wir bleiben in Kontakt und würden Christoph Henning gerne wieder bei uns begrüßen, wenn wir weitere spannende digitale Themen in der Zukunft besprechen und erörtern wollen.

Text und Bilder: Sabine Roth

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