Archiv der Kategorie ‘Rückblick‘
Beim gestrigen Event bei Holzer Racing ging es um Emotionen… und die waren sowohl beim Vortrag, als auch bei der anschliessenden Führung immer spürbar…
Hier ein kleiner “optischer” Eindruck, der leider das Gänsehaut-Feeling nicht ganz wieder geben kann, aber sicher doch einen guten Eindruck vermittelt:
Einen Hauch von Blumenduft durfte der Marketing-Club Augsburg bei seinem jüngsten Besuch bei Dehner in Rain am Lech schnuppern. Geschäftsführer Bernhard Hönig empfing rund 130 Mitglieder und Gäste in der gläsernen Eingangshalle des Stammhauses. In seinem kurzen Vortrag stellte er das 1947 gegründete Familienunternehmen und dessen Marketing- und Vertriebsphilosophie vor. Mit mehr als 100 Garten-Centern in Deutschland und Österreich gelte Dehner als Marktführer der Branche und müsse sich sowohl gegenüber Gärtnereien als auch gegenüber Baumärkten behaupten. Dabei betonte er, dass das Unternehmen auf Qualität und Nachhaltigkeit ausgerichtet sei.
Dass der Erfolg des Unternehmens auf den Heimatstandort abfärbt, konnten die Club-Mitglieder bei einer Busfahrt sehen. Sie führte über das weitläufige Firmenareal mit Blumenpark, Logistikzentrum, Produktionsstätten, Fertigwarenlager und Wertstoffhof. Die Besucher erfuhren, dass Dehner neben seinem Ursprung der Samenzucht, auch Saatgut, Düngemittel und Pflanzenschutz für Agrarbetriebe liefert.
Durch die Blumenstadt Rain, in der Dehner der größte Arbeitgeber ist, ging es dann in die so genannte Gärtnersiedlung. Dort haben sich sieben Gartenbaubetriebe mit insgesamt 210.000 Quadratmetern Gewächshausfläche und 100.000 Quadratmetern Freifläche als Zuliefer-Partner für Balkon- und Zimmerpflanzen sowie Gemüsesetzlinge und Topfkräuter zusammengeschlossen.
Dann fuhren die Busse das Blumen Hotel an. Marketingleiterin Anne Hahnenstein erläuterte in einer Präsentation die Marketingstrategie: vom 2008 aufgefrischten Corporate Design über den hauseigenen Fuhrpark mit rund 60 Lkws als rollenden Werbeflächen bis zum Pagodenbau der Garten-Center, der wohl bald von einer neuen Unternehmensarchitektur abgelöst werden soll. Neues sei auch aus der Zoowelt zu erwarten und einige der Marketiers waren überrascht zu hören, dass man über den Internetauftritt von Dehner bundesweit Blumensträuße bestellen und verschicken lassen kann.
Zum krönenden Abschluss konnten sich die Gäste von der hervorragenden Küche und dem Tagungskomfort des Vier-Sterne-Hotels an der Romantischen Straße überzeugen.
Kommunikation über Twitter: Gefahr oder Chance
Angeregt gezwitschert und debattiert wurde am 12. April 2010 auf der Podiumsdiskussion „Kommunikation über Twitter. Gefahr oder Chance?“. Rund 60 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich darüber zu informieren, wie der Microbloggingdienst funktioniert und von wem er wie genutzt wird.
Jörn Steinhauer, IT-Berater und Beirat im Marketingclub, schaffte mit einem Kurzvortrag Grundlagen für die weitere Diskussion. Er erklärte die „Twitter-Sprache“, das Erstellen eines Twitterkontos sowie Tipps und Tricks für das erfolgreiche Twittern.
Die anschließende Diskussion, die von der Club-Beirätin Sandra Strüwing moderiert wurde, eröffnete der Beitrag von Sandra Hofhues @shofhues, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin am Institut für Medien- und Bildungstechnologie der Universität Augsburg. Hofhues betonte, dass nicht nur junge Menschen den Umgang mit den neuen Kommunikationsplattformen lernen müssten, sondern dass es auch wichtig sei, die Medienkompetenz bei allen Bevölkerungsgruppen zu schulen.
Gerade im Bereich Wissensmanagement und der internen Kommunikation sieht Hofhues großes Potential für das kollaborative Netzwerk. Der Grünen-Stadtrat Christian Moravcik @chrisgruen sprach über den Nutzen von Twitter als politisches Dialoginstrument. Für den Jungpolitiker, der das Twitter-Verbot im Augsburger Stadtrat im Dezember 2009 ausgelöst hat, ist Twitter ein ideales Social Media Tool mit dem sich gerade die jüngere Zielgruppe sehr gut erreichen lässt.
Anschließend stellte Sina Trinkwalder @manomama, Gründerin des Textilunternehmens „manomama“ und leidenschaftliche Twitter-Nutzerin, ihre Kommunikationsstrategie vor: Marketing und PR laufen bei ihr ausschließlich über ihren Blog, über soziale Netzwerke und Twitter. Sascha Borowski @saschaborowski, Leiter der Online-Redaktion der Augsburger Allgemeinen Zeitung, wies auf die Gefahren von unreflektierter Nutzung und möglichem Missbrauch hin. Formen des Identitätsdiebstahls, bei dem der Nutzer die Kontrolle über das verliert, was in seinem Namen online kommuniziert wird, komme immer wieder vor. Gleichzeitig zeigte Borowski auf, dass sich der Dienst als Echtzeit-Kommunikationskanal längst zu einer wichtigen Recherchequelle für Journalisten und Meinungsmacher entwickelt hat.
Zur Veranstaltung wurde vor Ort und darüber hinaus live getwittert. Auf einer so genannten „Twitterwall“ konnten die Besucher eine lebendige Debatte verfolgen.
Rückfragen und durchaus kritische Anmerkungen aus dem Publikum rundeten die Veranstaltung ab und auch im Anschluss sorgte das Thema für kontroverse Gespräche. Die Podiumsdiskussion stieß sowohl bei den Mitgliedern des Marketinclubs als auch bei den Gästen auf positive Resonanz. Der eine oder andere nahm sich sogar vor, sich in Zukunft nicht nur theoretisch mit dem Microbloggingdienst zu beschäftigen, sondern sich auch praktisch dem „Twittern“ anzunähern.
Der Marketing-Club Augsburg ist der Zeit voraus: Zwei Wochen vor der offiziellen Deutschland-Premiere am 20. März durften rund 120 Mitglieder und Gäste im BMW Autohaus Augsburg in Lechhausen einen Blick auf die neue 5er-Limousine werfen. Mit welchen Marketing-Maßnahmen BMW die Markteinführung begleitet, erläuterte vorab Rainer Fischer, der verantwortliche Produktmarketing Manager. „Herr 5er“, wie ihn Verkaufsleiter Peter Mutter nannte, muss es wissen: Er betreut das Fahrzeug bereits seit vier Jahren.
Da es sich beim 5er um ein Fahrzeug in sechster Generation handelt, könne BMW auf ein bekanntes Konzept setzen. Dennoch versäumte Fischer nicht, die Vorzüge der „Business-Limousine für Vielfahrer mit hohem Komfort“ hervorzuheben. Neben dem Anspruch weniger Verbrauch bei besserer Fahrleistung zu bieten, beeindruckt das neue Modell vor allem durch vernetzte Kommunikation, von BMW „connected drive“ genannt. Diese reicht vom automatischen Notruf über einen Parkassistenten bis zur Projektion besonderer Informationen auf das Sichtfeld der Windschutzscheibe.
Die Markteinführung folgt einer bewährten Dramaturgie. Ende 2009 wurde erstmals Bildmaterial gestreut. Im Januar 2010 organisierte BMW eine Reihe von Veranstaltungen in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Dort wurde Medienvertretern aus aller Welt das Fahrzeug vorgestellt. Das Fahrerlebnis beim Scenic-Drive entlang der Atlantik-Küste und bei der Probefahrt auf der Rennstrecke Estoril sorgte denn auch für eine hervorragende Presseresonanz. Auch Händler und Verkäufer durften in Lissabon das Auto hautnah erleben, wobei hier Schulung und Motivation im Vordergrund standen. Am 2. März erfolgte die Weltpremiere auf dem Automobilsalon in Genf. Begleitet werden diese Events von einem 360-Grad-Ansatz auf allen Kommunikationskanälen. Der mediale Einsatz umfasst Print, eine 5-Millionen-Euro Fernsehkampagne sowie Internet. Als visuelles Schlüsselelement dient eine kinetische Skulptur, die die Ästhetik des Fahrzeugs hervorheben soll. Spezielle Händleranzeigen, Point-of-Sale-Mittel wie Fahnen sowie ein magazinartig gestaltete Verkaufsliteratur ergänzen die Kommunikationsmittel – offenbar mit Erfolg. Dass diese aufgrund der großen Resonanz nachproduziert werden mussten, bewertet Fischer als Frühindikator für großes Interesse und hohe Nachfrage nach dem Fahrzeug. Dafür spricht auch die Verkaufsanbahnung über das Internet: Seit Ende November zählt die Website rund 1,6 Millionen Besucher, rund 20.000 Prospektbestellungen und 4.000 konfigurierte Fahrzeuge. Abgerundet wird die Marketingkampagne durch Maßnahmen des Customer Relationship Managements, die nicht nur auf loyale BMW-Fans zielen, sondern auch markenfremde Kunden erobern will. Dazu bietet BMW etwa Premium-Probefahrten an – zunächst testweise in der Region um Köln, Düsseldorf und Bonn. Dort, so lernten die Mitglieder des Marketing-Clubs, werden die meisten Wagen der gehobenen Mittelklasse zugelassen.
Nach dem informativen Vortrag wurden zwei der brandneuen Limousinen enthüllt und von den Clubmitgliedern gebührend in Augenschein genommen. Das Interesse war so groß, dass es Verkaufsleiter Peter Mutter buchstäblich die Sprache verschlug.
Zum Jahresauftakt 2010 wagte der MCA einen Blick in die Zukunft und wählte dazu mit dem Porsche Zentrum Augsburg ein dynamisches und innovatives Ambiene. Die Geschäftsführer Nico F. Kummer und Christian Kummer begrüßten rund 170 Clubmitglieder und Gäste inmitten von auf Hochglanz polierten Sportwagen der Luxusklasse, stellten ihr Unternehmen vor und führten in die Marke Porsche ein.
„Marketing – Quo vadis?“ so lautete der Vortragstitel, auf den Prof. Dr. Anton Meyer eine visionäre Antwort gab. Lebendig und anschaulich skizzierte der Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre und Leiter des Instituts für Marketing an der Ludwigs-Maximilians-Universität München, wie Unternehmen künftig ihre Kundenbeziehungen gestalten sollten.
Die klassische AIDA-Formel (Attention, Interest, Desire, Action) und Zielgruppen-Denken haben ausgedient, so Meyer. Wer heute noch auf sie setze, der versuche mit Mitteln von gestern Kunden von morgen anzusprechen. Penetrierende Werbung, aufdringliche Call Center, lästige Infopost und standardisierte Massen-E-Mails seien bei den meisten Menschen unerwünscht und zeigten wenig Wirkung. Stattdessen informierten sich Kunden und Interessenten heute autark über verschiedenste Medien und nehmen mit einem Anbieter Kontakt auf, wann und über welchen Kanal sie möchten. Es sei der Kunde, der die Initiative übernimmt. Er treibe und gestalte die Wertschöpfung (inter-)aktiv mit. Die Folge: Unternehmen müssten ihr Marketing umstellen – von einseitiger Kommunikation zu einem interaktiven Dialog miteinander. Profitieren würden diejenigen, die die Lebensqualität der Menschen als neue Zielgröße des Marketings begreifen.
Beim anschließenden Netzwerken sorgten diese wegweisenden Gedanken für viel Gesprächsstoff. So manche Anekdote aus den Anfängen des Clubs war zu hören – schließlich ist „Toni Meyer“ im Club und in Augsburg kein Unbekannter. Hier startete er seine akademische Karriere.
Gleich zwei Veranstaltungen des MCA befassten sich mit dem Thema „Kulinarisches“.
Am 10.11. trafen sich 60 MCA-Mitglieder und Gäste in Landsberg bei der Fa. Lutz, 3 Tage später folgten sie der Einladung von Clubfreund Claus Pfeiler zur Weinprobe ins Chateau Vinopolis.
Aber der Reihe nach:
Die Lutz Fleischwaren GmbH ist Teil der niederländischen VION Food Group, die wiederum heute europäischer Marktführer für frisches Rindfleisch ist und den 2.Platz im Ranking für Schweinefleisch belegt. Im dt. Lebensmittelhandel ist man 2.-größter Lieferant, weltweit belegt man Rang 25 und beschäftigt insges. 35.500 Mitarbeiter. Lutz ist hierbei im weltweiten Produktmix zuständig für Wurst und sog. ready-to-use-Produkte.
Geschäftsführer und Clubmitglied Stefan Scherer erläuterte den beeindruckten Gästen die Historie des Unternehmens, die im Jahre 1891 in Günzburg mit einer kleinen Landmetzgerei begann. Heute erzielt man einen Umsatz von mehr als 300 Mio.€, der Konzernumsatz beläuft sich auf 8,6 Mrd. €.
Nach dem Vortrag ging es zum allgemeinen Umziehen, um den äußerst strengen Hygienevorschriften gerecht zu werden, mussten sich alle Teilnehmer in komplette Einweganzüge zwängen, was ein durchaus lustiges Bild ergab. Auch die Führungsmannschaft des MCA blieb hiervon nicht verschont.
Im anschließenden Rundgang durch die Produktion erfuhren die Mitglieder eine Menge über die industrielle Wurstproduktion und wurden Zeuge hochkomplexer Produktionsschritte.
Nachdem sich alle wieder in ihrer ursprünglichen Kleidung zeigen konnten, lud uns Stefan Scherer noch zu einem opulenten Abendessen, selbst in der hauseigenen Kantine zubereitet, ein. Voll bepackt mit Lutz-Wurstspezialitäten traten die MCA´ler spät abends die Heimreise an.
Am 13.11. ging´s dann zu Vinopolis, um gemeinsam mit unseren Gastgebern das 10-jährige Firmenjubiläum zu feiern. Prof. Dr. Hoffmann, Professor an der Fachhochschule Wiesbaden und Fachgebietsleiter für Betriebswirtschaft und Marktforschung an der Forschungsanstalt Geisenheim erläuterte in seinem Vortrag Trinkgewohnheiten in Europa und Deutschland und zeigte auf, wie sich der Konsum von deutschen und ausländischen Weinen in Deutschland über die Jahre verändert hat. Er zeigte interessante Analysen, Trends und Strategien rund um den Wein.
Selbstverständlich lud Gastgeber Claus Pfeiler seine Gäste daran anschließend zu einer köstlichen Weinprobe, bei der Weine aus aller Herren Länder gekostet werden konnten, ein. Bei Fachgesprächen rund um den Wein – die gesamte Vinopolis-Mannschaft stand für allfällige Fragen zur Verfügung – ging ein wunderschöner Abend zu Ende.
Beide Veranstaltungen wurden in gewohnt fröhlicher und persönlicher Art und Weise von unserem Vizepräsidenten Manfred Stöckl moderiert.
