Hinter den Kulissen: Von Kongresshalle zu Kongress am Park

Minibagger bearbeiten den Haupteingang, Baulärm dringt ins Foyer und in Plastik verpackte Designermöbel warten darauf, endlich aufgestellt zu werden: Im ehemaligen Kongresszentrum geht es in die heiße Endphase vor der offiziellen Wiedereröffnung am 3. Mai. Mit einem runden Konzept und unter dem Namen „Kongress am Park“ soll das energetisch sanierte Gebäude künftig als multifunktionaler Ort für „Green Meetings“, Konzerte und diverse Veranstaltungen fungieren. Eine Woche vor der Eröffnung durften die Mitglieder und Gäste des Marketing Club Augsburg einen Blick hinter die Betonkulissen des neuen Kongresszentrums werfen.

Sicher und energieeffizient
Seit Mai 2010 laufen die Renovierungs- und Sanierungsarbeiten an dem 1972 fertig gestellten Gebäude. „Aufgrund der strengeren gesetzlichen Auflagen für Versammlungen wurde es schwierig mit Veranstaltungen“, erklärte Eva Weber, Wirtschaftsreferentin der Stadt Augsburg, in ihrem Vortrag. „Es macht einfach keinen Spaß, wenn man so sehr auf Kapazitäten achten muss.“ Anstatt es nur bei einer Renovierung zu belassen, wurde entschieden, im gleichen Zug eine energetische Sanierung an dem Gebäude vorzunehmen. Über eine Gesamtfinanzierung in Höhe von 21 Millionen Euro in Kooperation wurden unter anderem Fenster, Fassaden und Außenfassaden gedämmt, energieeffiziente Bauteile integriert und moderne Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik inklusive Wärmerückgewinnungsanlage installiert. Maßnahmen, die zwar von außen nicht sichtbar sind, sich für das Kongresszentrum aber gelohnt haben: „Im Vergleich zu vorher ist der Energieverbrauch um 70 Prozent gesunken“, so Eva Weber.

Starke Marke für Augsburg
Das neue Kongresszentrum soll künftig von Augsburgs guten Rahmenbedingungen für Messen profitieren. „Die zentrale Lage in Europa mit Nähe zu Österreich und der Schweiz ist ein großes Plus“, betonte Götz Beck, Geschäftsführer der Kongresshalle Augsburg Betriebs GmbH und der Regio Augsburg Tourismus GmbH. „Auch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und die Möglichkeit, in der Stadt alles zu Fuß zu erreichen, sprechen für Augsburg.“ Um im hart umkämpften Kongressmarkt Akzente zu setzen, bedarf es einer starken Marke. Entwickelt wurde diese gemeinsam mit der Augsburger Agentur Liquid . Die Basis ist die spannende, denkmalgeschützte Sichtbetonarchitektur, zu der sich das Kongresszentrum im neuen Konzept ganz bewusst bekennt. Das neue Logo spiegelt die Idee hinter dem Konzept deutlich wider. „Die Wort-/Bildmarke ist ein Zitat der Farb- und Schriftwahl der 70er Jahre“, erläuterte Carina Orschulko, Inhaberin von Liquid und mitverantwortlich für die Entwicklung des Markenkonzepts. „Die darin enthaltenen Elemente nehmen bewusst Bezug auf die Architektur des Kongresszentrums, den nahe gelegene Hotelturm und den Wittelsbacher Park.“ Auch in den Bildwelten, die in der Kommunikation eingesetzt werden, soll der Baustoff Beton weiter inszeniert werden – wie etwa in Flyern, Broschüren, Newsletter und natürlich auf der Webseite des Kongresszentrums. Passend dazu entwickelte die Agentur ein Farbkonzept für die Beleuchtung, das die spannende Fusion von Beton und Emotion weiterführt und vom Lichtplaner übernommen wurde.

In kurzen Vorträgen gaben die Referenten einen Einblick in die Entwicklung von der alten Kongresshalle hin zum „Kongress am Park“. Im Bild, v.l.n.r.: MCA-Präsident Florian Möckel (Ludwig Leuchten GmbH), die Referenten Carina Orschulko (Liquid), Petra Weber (Wirtschaftsreferat Stadt Augsburg) und Götz Beck (Geschäftsführer der Kongresshalle Augsburg Betriebs GmbH und der Regio Augsburg Tourismus GmbH) sowie MCA-Beiratsmitglied Peter Seiler (Global Information Distribution)

Von der Wirksamkeit des Gesamtkonzepts konnten sich die Mitglieder und Gäste des Marketing Clubs auf einem Rundgang durch die verschiedenen Säle des Kongresszentrums überzeugen. Geführt von Dipl.-Ing. Gerhard Tham vom Architektenbüro Schuller + Tham und Gertraud Schmid von den Stadtwerken Augsburg erhielten die Anwesenden interessante Fakten und technische Hintergrundinformationen zur Entwicklung von der alten Kongresshalle hin zum „Kongress am Park“. Das neue Lichtkonzept wurde von den Anwesenden besonders bewundert: Der Innen- und Außenbereich lassen sich mit farbigen Akzenten beleuchten, wodurch die Strukturen der Beton- und Holzoberflächen besonders vorteilhaft in Szene gesetzt werden. So sollen sich künftig Veranstaltungen farblich voneinander unterscheiden: Spielen die Philharmoniker, leuchtet das Kongresszentrum rosa, gelb steht für Comedy, grün für Rock und Pop und blau bedeutet Unterhaltung aller Art.

Zum Abschluss des Abends statteten die Marketing-Experten dem „K.Klub“ einen Besuch ab – eine Kombination aus Restaurant, Lounge und Club, die dem Kongresszentrum angeschlossen ist und mit exklusiven Angeboten künftig das Augsburger Nachtleben bereichern soll.

Fotos von der Veranstaltung finden Sie in der Bildergalerie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.