Der Nutzen von Neuromarketing in der Praxis

Was passiert im Kopf eines Kunden im Moment der Kaufentscheidung?
Was unterstützt oder hindert uns daran, unser Produkt zu kaufen oder nicht?
Wie kann ich die Aufmerksamkeit des Konsumenten auf mein Produkt lenken und in Erinnerung bleiben?

Antworten auf diese spannenden Fragen gab beim letzten Marketing Clubabend im Foyer des Medienzentrums der AZ Herr Bernd Werner, Vorstand der Gruppe Nymphenburg Consult AG in seiner Präsentation mit dem Thema „Der Nutzen von Neuromarketing in der Praxis – eine aktuelle Standortbestimmung“

Herr Bernd Werner zieht die Zuhörer mit seinem kurzweiligen Vortrag in seinen Bann mit verblüffenden Darstellungen, wie wir unseren gewohnten Denkmustern verfallen, mit treffenden Querverweisen auf die Evolutionstherie (wir sind dem Affen näher als wir glauben…) und mit konkreten Praxisbeispielen, wie z.B. Konsumenten während eines virtuellen Einkaufsbummels mit Hirnscannern durchgecheckt werden, um Änderungen in der Aktivität von Teilen des Gehirns sichtbar zu machen, wenn bestimmte Marketing-Impulse geboten werden.

Das Ziel des Neuromarketings ist es, bislang unsichtbare und nicht nachvollziehbare Zustände und Prozesse, welche die Entscheidung eines potenziellen Konsumenten (Käufers) für oder gegen ein Produkt steuern, zu erforschen und sie in Beziehung zu sichtbarem Handeln – zum Einkaufsverhalten – zu setzen. Es wird vor allem beobachtet, welche Gehirnareale durch verschiedene (Produkt-) Stimuli aktiviert werden. Das heißt, wenn wir uns bewusst entscheiden, dann ist dies in Wahrheit nur eine nachträgliche, kognitive Rechtfertigung unserer emotional getroffenen Entscheidung – berichtet Herr Werner. Neuronales Marketing muss es sich zur Aufgabe machen, eine positive Stimulierung von Handlungen zu unterstützen. Bei der Planung von Werbe- und Marketing-Kampagnen müssen Experten also die Bereiche im Gehirn ansprechen, die eine positive Stimmung auf die Werbemaßnahmen auslösen. Letztendlich bedeutet das: Ein Produkt, das keine positiven Emotionen auslöst, ist schlicht und einfach schlechter zu verkaufen.

Die ca. 45 anwesenden Teilnehmer haben sicher nicht bedauert, dem Fussball ferngeblieben und diesem hochaktuellen Marketing-Vortrag gelauscht zu haben.

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