Yeah – vom Bordstein bis zur Skyline

Kräfte bündeln – Fortschritt beschleunigen
2018-11-08

Was im Jahr 2013 in einem dunklen, niedrigen Raum in einem Hinterhof am Milchberg begann, entwickelte sich in den letzten fünf Jahren zu einer „richtigen Marken-Werbe-Kommunikations-Digital-Agentur“. Spannende Einblicke ins YEAH gab uns einer der sieben Mitgründer Ralph Stachulla bei der JuMP-Veranstaltung am 20. November im Medienzentrum Augsburg.

Der 30-Jährige sprach über Marken und Mut, Design und Demokratie, Code und Charisma, Handwerk und Haltung, Photoshop und Politik, Zuverlässigkeit und Zeitgeist. Dabei gliederte er diese Themen in sechs Akte. Man fühlte sich wie bei einem Theaterstück. Seine Körpersprache und sein souveränes Auftreten faszinierte auch die alten Hasen unter den rund 40 gekommenen Mitgliedern. Denn in seinen schwarz-weißen Turnschuhen, seinem schwarzen Anzug und seinem Wham!-T-Shirt hatte er schnell alle Sympathien auf seiner Seite.

Keiner wusste zuvor, was ihn erwarten wird. Fast keiner hat von YEAH vorher gehört. Sehr gespannt war auch JuMP-Vorstand Michael Feit, der die Newcomer an diesem Abend vorstellte. Aber als Stachulla von den vielen Projekte der Agentur erzählte, haben fast alle Gäste genickt und waren erstaunt, nicht schon vorher davon gewusst zu haben. So gehört das Klinikum mit dazu – ein eher konservativer Kunde. Doch die Website und das Magazin werden von YEAH inzwischen betreut und erscheinen nun frischer und klarer denn je. Aber auch das Süduferfestival am Friedberger See, eine Marke für Pestosaucen, die Abfallwirtschaft Augsburg und die TU gehören zu den YEAH-Kunden. Die Mischung aus großen und kleinen Kunden macht’s!

Gerne denkt Stachulla an die Anfänge zurück: „Wir Gründer waren noch an der Hochschule. Wir wollten einfach kreative Dinge erschaffen und suchten nach einem Raum. Den fanden wir in einem Hinterhof am Milchberg. Die Deckenhöhe war gerade einmal 1,75 Meter.“ Dort wurden die ersten Marken entwickelt, interaktive Spieletische und Lichtinstallationen kreiert. Doch bald wollten sie „eine höhere Deckenhöhe“ und mehr Platz. „Auf dem Kreuz“ in der Nähe des Augsburger Doms fand sich der ideale Platz auf 300 Quadratmetern. Inzwischen ist das junge Team von „Yeah“ auf 13 Personen angewachsen. Das Arbeitsklima ist sehr angenehm. Dort wird gekocht und man isst gemeinsam an einem Tisch. Es gibt sogar eine Schaukel in der Agentur.

Spannend war aber nicht nur das Geschäftsmodell mit ungewöhnlichen sieben Gesellschaftern, sondern auch die Umtriebigkeit aller Beteiligten: In Augsburg betreiben sie inzwischen den Club „Hallo Werner“ in der Nähe des Bahnhofs – ihr Herzensprojekt. Uns sie sind Mitbegründer des bayerischen Modelabels „Liebling“ aus Bad Tölz. Und als wäre das nicht schon genug, spielen sie in ausverkauften Tourneehallen von Augsburg bis San Remo in der Italo-Schlager-Band „Roberto Bianco & Die Abbrunzati Boys“. Die Fotos, die Stachulla zeigte, ließen so machnen laut loslachen. Aber auch was klassische Agenturen von Yeah unterscheidet, das erklärte Stachulla den Gästen. Denn: Digitalisierung verändert alles! Eine Digitalagentur muss mehr können als schöne Bildchen. „Eine Chance, die neue Geschäftsfelder entstehen lässt.“ New Work ist eines der Lieblingsstichworte von Stachulla. Die Aufgabe von Agenturen ist es heute, Geschichten zu schreiben und nicht mehr nur Banner zu gestalten. Da geht es um Content! Content! Content! Deshalb sei es auch schwierig, eine Website mit einem genauen Preis zu versehen.

Wie man das alles unter einen Hut bekommt, wie ein Mexikaner eigentlich schmeckt und ob der Sky schon das Limit ist, erfuhren unsere Mitglieder an diesem Abend. Gänsehaut, Schmetterlinge im Bauch und Herzklopfen waren garantiert. Belohnt wurde Referent Ralph Stachulla mit einem ekstatischen Applaus. Und jeder, der wollte bekam natürlich einen roten Mexikaner gereicht. In diesem Sinne… YEAH! Eine tolle Veranstaltung, die noch lange dauerte. Denn man wollte sich ja mit den Gründern noch austauschen und für sich selbst Ideen holen, die vom Herzen kommen.

Mehr dazu: https://yeah.de/wer-wir-sind/

Fotos und Bericht: Sabine Roth

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