Microsoft macht Ernst – Ist Bing eine Alternative zu Google?

„Wie Bing Marktanteile gewinnt und sich für die Zukunft aufstellt“, darum drehte sich alles bei der ersten Veranstaltung des Marketing Clubs Augsburg am 17. Januar in den modernen und hellen Räumlichkeiten von Explido. Gastgeber Matthias Riedle begrüßte die Gäste und freute sich, dass so viele interessierte Mitglieder zu ihm in den Sheridan Park gekommen sind.

Mit Videos und Charts entführte der Referent Florian Trautwein, Account Director Bing Ads und Strategic Search bei Microsoft in München, in die Welt der Suchmaschine Bing. Die Gäste waren sehr gespannt, was das denn ist und wie man das im Marketing am besten einsetzen kann. Denn gekannt hatten viele Bing noch nicht. Herr Trautwein klärte erst einmal auf, dass Bing ist in den letzten Jahren enorm gewachsen ist und schon lange nicht mehr nur die klassische Suchbox darstellt: Es ist eine intelligente Plattform, Wissensdatenbank und Herzstück von Microsoftprodukten in einem.

Woran arbeitet das Bing Team? Was sind die Innovationstreiber im Suchmaschinenmarketing? Worauf müssen Werbetreibende vorbereitet sein und was bedeutet das für Ihre Marketing Konzepte? Auf all diese Fragen ging Florian Trautwein, der nach mehreren Stationen im Bereich Suche nun seit einem Jahr bei Microsoft arbeitet, ein.

Der CEO von Microsoft Satya Nadella wurde zitiert mit den Worten: „Every marketer will become a digital marketer!“ Ist das möglich und wie sucht man eigentlich? Microsoft nimmt das Thema Suche sehr ernst, erzählt Trautwein. BING hat im Moment 11,7 Prozent Marktanteil in Deutschland. Die Richtung ist klar: Man will 20 Prozent erreichen. Wie kann Bing das erreichen? Laut Trautwein gehe das vor allem über die weitere Verbreitung von Windows 10 und die darin integrierte Suchbox. Weitere „Entry Points“ sind beispielsweise: Browser (Edge und Internet Explorer), Partner wie AOL oder auch Microsoft Produkte, in die Bing integriert ist (z.B. xBox).

Aber was ist denn nun das Bing Network in Deutschland? Wer tümmelt sich da bereits? Interessant ist, dass die Zielgruppe gebildet ist und über ein höheres Einkommen verfügt als Google-Nutzer. Allerdings sind die Nutzer auch etwas älter. Anzeigen auf Bing können durch Ad Extensions, sogenannte selbst steuerbare Erweiterungen, ergänzt und optimiert werden. Sehr einfach ist der Import bestehender Google-Kampagnen. Diese können bei Microsoft getestet werden. Microsoft bietet Kunden auch kostenlose Tools an wie z.B. Bing Ads Intelligence, ein Excel Plugin, mit dem man Analysen über Keywords und Zielgruppen sehr schnell und einfach in Excel ausführen kann.

Außerdem kann man Bing Datem – wie auch andere Datenquellen in Power BI darstellen und analysieren. Power BI ist ein sehr mächtiges Tool, das komplexe Daten gut aufbereitet in Dashboards darstellen kann. Ein toller Zusatznutzen von Bing ist, dass Microsoft eine Vielzahl an Daten und Analysen auch nutzt, um die Suchergebnisse anzureichern. Trautwein zeigte dies am Beispiel von Ergebnissen der Champions League, die von Bing vorher schon mal geschätzt werden. Auch auf die Welt von Bing Mobile ging der Experte ein. Passt Bing und Mobile denn zusammen? Viele suchen heute bereits über der Smartphone, das zeigen steigende Klicks und das Wachstum im Partnerbereich steigt stark an. Interessant war, wie sich das auf unser Suchverhalten auswirken wird.

„Let’s chat mit Siri, Cortana und Google Now“
Man spricht also künftig mit Siri, Cortana und Google Now. Eine Untersuchung von Comscore geht davon aus, dass 2020 bereits 50 Prozent der Suche aus Sprachanfragen kommen wird.

Microsoft stellt für die Suche Programme zur Verfügung wie zum Beispiel Chat Bots – die Suche der Zukunft. Diese Art der Suche ist wesentlich personalisierter und wird mehr und mehr Teil unseres Lebens. Vorhersagen werden also schon vorher geprüft, bevor die Suche überhaupt stattfindet. „Wir werden mehr und mehr mit Bots sprechen!“, so das Fazit von Trautwein. Suche und neue Technologien – Microsoft ist also bereit! Denn einen Sprachassistenten gibt es bislang bei Facebook noch nicht.

Es bleibt sehr spannend. Dass das Thema alle berührt, das zeigten auch die viele Fragen der Gäste am Ende der Veranstaltung.

Text und Bilder: Sabine Roth

Präsentation: MCA_meets_BING

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