Außenwerbung gestern, heute und morgen

Außenwerbung wird digital„Außenwerbung gestern, heute und morgen“ – zu diesem spannenden Marketing-Thema sprach Sven Kreymann von WallDecaux am Dienstag, den 15. März im Foyer des Medienzentrums Augsburg. Unser Beirat Heinz Stinglwagner freute sich, wieder viele Gäste begrüßen zu dürfen. Bevor der eigentliche Vortrag startete hatte unser Mitglied Maximilian Lenz, der Marketingleiter von Hasenbräu die Möglichkeit, sich kurz vorzustellen. Kurz vor dem Bieranstich zum Plärrerstart passte das perfekt.Von der Litfaßsäule zur Smart CityJCDecaux ist Weltmarktführer im Bereich Außenwerbung. Seit 2009 ist die Wall AG Teil des internationalen Konzerns, den Jean-Claude Decaux 1964 in Frankreich gegründet hatte. Das Unternehmen ist heute in mehr als 78 Ländern präsent und erwirtschaftete im Jahr 2014 einen Gesamtumsatz von über 2,8 Milliarden Euro. Darüber hinaus beschäftigt JCDecaux weltweit 11.900 Mitarbeiter. In WallDecaux Premium Outdoor Sales als Unternehmensbereich der Wall AG werden die Stärken beider Unternehmen effektiv gebündelt: Mit fünf regionalen Verkaufsbüros in Deutschland bietet WallDecaux Werbungstreibenden Premium-Außenwerbung und nationale Vermarktungskompetenz. Unter anderem auch in Augsburg und in der Region. Eines der neuen Motive, das man nun in der Fuggerstadt sehen wird, ist „We love Augsburg“, ein Plakat, in dem viele verschiedene Motive aus Augsburg vereint sind, wie die Puppenkiste, der FCA und das Rathaus. Kreymann, der Leiter der Verkaufsregion Süd von WallDecaux, zeigte den Mitgliedern des Marketing-Clubs Augsburg, was bei der Entwicklung eines Plakets sehr wichtig ist: die zentrale Botschaft.Sehr anschaulich zeigte der Marketing-Profi den Weg von der Papierplakatierung hin zur Digitalisierung, die Plakatwerbung heute viel schneller und flexibler macht, auf. Zudem ist sie die Vorstufe zur Stadt der Zukunft – der Smart City, bei der die Straßenwerbung eine weitere Rolle spielen wird: Die Wartehalle wird zum virtuellen Supermarkt. Das geht sogar soweit, dass mit einem Knopfdruck eine Stadt vor einer Naturkatastrophe gewarnt werden kann. In Berlin wird dieses Modell zurzeit entwickelt.Zunächst ging Sven Kreymann jedoch auf die Geschichte der Außenwerbung ein, deren Grundstein bereits im Jahr 1855 ebenfalls in Berlin-Mitte gelegt wurde. Weiter rückblickend sei das Wort „Plakat“ bereits im 16. Jahrhundert in den Niederlanden verwendet worden. 1952 entstanden die ersten großflächigen Plakate in Hamburg und aufgrund der Digitalisierung gewinnt die Außenwerbung immer mehr an Relevanz. Markant sind die Zahlen, die Kreymann nannte: Denn heute gibt es über 150.000 dieser Großflächen. Die sog. City Light-Poster eroberten dann die Städte und „seien aus der Stadt nicht mehr wegzudenken“. Anfang der 80iger Jahre wurden sie als Fahrgastunterstände eingeführt. Heute gibt es über 100.000 City Light-Poster-Flächen. „Außenwerbung rund um die Uhr war damals ein Novum“, so Kreymann. Danach kamen die hinterleuchteten Poster und dann die City Light Boards und Säulen. Zudem sollten nicht nur die Menschen innerhalb der Stadt von der Außenwerbung erfasst werden, sondern seit 2007 auch die Pendler: Denn rund 180.000 Pendler, die sich tagtäglich auf den Weg nach München und zurück befinden, sollen von der dieser Art der Werbung nicht ausgegrenzt werden. City Light Boards und Istagram Selfie-Station Ob City Light Boards, AdBoards oder eine Instagram Selfie-Station mit sofortigem Fotodruck aus dem Werbeträger, wie es bei einer Kampagne mit Lego umgesetzt wurde. Dank der Digitalisierung schreitet die Außenwerbung immer weiter voran und es ist kein Ende in Sicht. Sowohl im Digital Outdoor-, als auch im Digital Indoor-Bereich werden Änderungen vorgenommen. Denn: Die Digitalisierung hat bereits in 30 Ländern mit 43.995 digitalen Werbeflächen stattgefunden. Und es kommen immer mehr hinzu, denn jeder möchte ständig online sein. „Da hält die digitale Außenwerbung heutzutage mit“, betonte Kreymann, der anhand zahlreicher Beispiele unterstützt durch Videos dem Publikum das umfangreiche Thema sehr anschaulich aufzeigte. Darunter waren integrierte Duftspender mit Auswurftaste, wie es zum Beispiel bei Kosmetikproben der Fall ist, und Außenwerbung mit innovativen Elementen wie Blinken und 3-D-Effekt bzw. dem Day & Night-Effect, bei dem auf die Plakat-Rückseite ein verändertes Motiv gesetzt wird und die Durchleuchtung in der Nacht dann das Motiv zum Vorschein bringt. Auch Säulen können heute dekoriert werden, wie zum Beispiel mit Kissen. In der Fragerunde hatten die Mitglieder die Möglichkeit, ihre Erfahrung mit anderen Mitgliedern zu teilen. Zudem konnte das Thema der Außenwerbung und ihrer Digitalisierung weiter intensiviert werden.„We love Augsburg“: Sven Kreymann und Marketing-Club-Beirat Heinz Stinglwagner freuen sich über das neue Plakat, das die Stärken Augsburgs in einem Motiv vereint.Text und Foto: Sabine Roth

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