Albaretto Hotelresidenz – Mehr als nur betreutes Wohnen

Bei der ausgebuchten Marketing vor Ort-Veranstaltung am 7. Februar waren die Mitglieder sehr gespannt, zu erfahren, was sich denn nun genau hinter der Albaretto Hotelresidenz verbirgt. Der Geschäftsführer Bernhard Spielberger erzählte den Gästen in lockerer Atmosphäre und ohne eine große Präsentation, was sich dahinter verbirgt, was seine Ziele sind und welche Einrichtung sein Vorbild war, bevor das Albaretto überhaupt entstanden ist. Zudem klärte er über seine Vermarktungsstrategien und seine Zukunftsvisionen auf. Denn der Bedarf an dieser seniorengerechten Wohnform ist groß und wird weiter steigen, wenn man einen Blick auf die demographische Entwicklung wirft. Die geburtenstarken Jahrgänge kommen bald nach. Spielberger hat frühzeitig erkannt, dass die älteren Menschen es leichter haben möchten und vor allem die Betreuung und die Beschäftigung im Vordergrund stehen.

Wichtig sei es für Spielbergers Fazit, sich vor allem mit der Augsburger Politik gut zu verstehen. Sonst werden einem wie ihm schnell Steine in den Weg gelegt. So hatte er es zum Beispiel schwer, ein Penthaus genehmigt zu bekommen. Spielberger gab nie auf und hielt durch. Damit ist er immer erfolgreich geblieben. Für ihn sind die vielen Querschläge seitens der Stadt aber nur unangenehmes Bauwerk. „Wir wissen gar nicht wohin mit den vielen Interessenten.“ Seit Jahren ist die Albaretto Hotelresidenz 50plus mit ihrem betreuten Wohnen und einem hotelähnlichem Service zu bezahlbaren Preisen auf Erfolgskurs.

„Wohnen mit einem hotelähnlichen Service zu bezahlbaren Preisen“, das war Spielbergers Idee. Ein sogenanntes „Seniorenhotel“, aber so darf man das ja heutzutage nicht mehr nennen, soll eine Balance möglich machen zwischen möglichst langer Selbstbestimmung, Mobilität sowie einer auf die jeweiligen Einzelpersonen abgestimmten Unterstützung. Sollte man pflegebedürftig werden, so können die Mieter in ihrem Appartement wohnen bleiben und werden auch in diesem Lebensabschnitt professionell unterstützt.

Die Albaretto Hotelresidenz ist also keine Pflegeeinrichtung nach dem Heimrecht. Durch das angegliederte Ärztehaus und die Möglichkeit zur ambulanten Pflege können Senioren aber weiter hier leben. Im Haus 4 wohnen zum Beispiel 90 pflegebedürftige Menschen. Diesen Spagat zwischen Pflege und Wohnen zu finden, war für Spielberger eine große Herausforderung.

Vergleichen kann man das Albaretto mit dem Augustinum in München, das Spielberger immer als Vorbild diente. Doch seine Residenz ist um einiges günstiger im Preis. Im Albaretto kostet zum Beispiel eine 29 Quadratmeter Wohnung 600 Euro Miete im Monat. Hier ist alles inklusive: das Essen im Restaurant, die Sportangebote von Yoga bis zur Stuhlgymnastik, das Schwimmbad und die Sauna sowie die Nebenkosten. „Das Konzept hier musste ich mir selbst erarbeiten“, sagte Spielberger sehr selbstbewusst. Im Pflegebereich werde er zwar niemals Geld verdienen, doch weil der Wohnbereich voll ist, ist das Albaretto sehr rentabel. Es gibt heute bereits lange Wartelisten für die Wohnungen. Im Moment wohnen dort 450 Menschen. Aufgrund der großen Nachfrage wird zurzeit weiter gebaut, im Februar 2017 wird Haus 9 fertiggestellt sein. Wenn dann noch Haus 10 fertig ist, dann wohnen im Albaretto insgesamt 600 Menschen.

Spielberger erzählt, dass die Leute viel Spaß in der Hotelresidenz haben, ihnen wird hier so einiges geboten. Die Damen gehen zum Beispiel jeden ersten Dienstag im Monat gemeinsam in die Sauna zur Ladies Night. Es wird Bingo gespielt, es gibt Billiard-Turniere, Gesellschaftsspiele, Zumba, Sitzgymnastik, Yoga, Fitness, ein Schwimmbad und vieles mehr.

Natürlich gäbe es auch herzzerreißende Szenen, wenn die Kinder ihre Eltern ins Pflegeheim abschieben wollen, weil es ja näher am Wohnort läge oder einfach praktischer für sie sei. Spielberger könne das überhaupt nicht verstehen.

Nach seinem Vortrag stand er den Mitgliedern des Marketing Clubs noch Rede und Antwort und zeigte in einem Rundgang sein Albaretto mit den verschiedenen Gemeinschaftsbereichen wie dem Restaurant, dem Schwimmbad und dem Fitnessstudio.

 

 

 

Text und Bilder: Sabine Roth

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