Wie der Kopf seinen Willen bildet und was dabei herauskommt

Dr. med. Michael Schön

neurobiologie

MCA Geschäftsführer Florian Möckel, Referent Dr. Michael Schön, MCA Vizepräsident Manfred Stöckl (v.l.n.r.).

Dass unser Gehirn kompliziert ist, ist jedem der zahlreichen Marketingclub Mitglieder und Gästen schon vor der Veranstaltung klar gewesen. Wie komplex es aufgebaut ist und welche Einflussfaktoren wann entscheidend sind für die Persönlichkeitsbildung, das wurde nach einem spannenden und hochinformativen Vortrag von Dr. Michael Schön erst richtig bewusst.

Oder hätten Sie gewusst…

dass 98,5% unserer Gene identisch sind mit denen der Affen?
dass unsere Intelligenzentwicklung ab dem 4. Lebensjahr beginnt?
dass die Phase im Mutterleib und die ersten drei Lebensjahre entscheidend für die Persönlichkeitsentwicklung sind?
dass bis zum 3. Lebensjahr ca. 80% unserer Persönlichkeit ausgeprägt werden?
dass die genetische Hirnentwicklung 50%, die emotionale Entwicklung 30% und die sozialisierenden Vorgänge 20% unseres Verhaltens bestimmen?

Die interessierten Zuhörer durften erfahren, dass unsere Verhaltens-programme seit über 300 Millionen Jahren existieren und sich zusammen-setzen aus sog. limbischen Faktoren, wie

– Balance (z.B. Sicherheit),
– Stimulanz (z.B. Spaß) und
– Dominanz (z.B. Macht).

Die Ausprägung dieser drei Merkmale unterscheidet sich bei Unternehmern, Selbständigen, Angestellten und Arbeitern erheblich. Zahlreiche Studien belegen dies.
Mit diesem Wissen lassen sich für die jeweiligen Zielgruppen im Marketing ganz dedizierte Botschaften bzw. Ansprachen definieren.
Starke Marken sind in der Lage vom Kurzzeitgedächtnis in das Langzeit-gedächtnis zu wandern. Sie erhalten sog. limbische Instruktionen, d.h. ein emotionales Etikett und sind dadurch beim Verbraucher stets präsent.

Dr. med. Michael Schön, der über 10 Jahre in der Hirnforschung und Neurobiologie arbeitete und auf dem Gebiet ?Lernen und Gedächtnis? promovierte ist heute Trainer für mentales Leistungsvermögen in der Luftfahrt und im Management.

Er gab den Zuhörern am Schluss noch 3 Merksätze mit auf den Weg:

1. Rein rationale Werbung hat keine Wirkung!
2. Produktdifferenzierung sollte durch limbische Botschaften geschehen!
3. Limbische ?Störfaktoren?, wie neu, Wartezeit, Komplexität etc.sollten vermieden werden!

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